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Basismaßnahmen zur Wiederbelebung

Basismaßnahmen zur Wiederbelebung

Mit Beatmung? Ohne Beatmung? Wir klären auf.

Möglicherweise haben auch Sie sich schon die Frage gestellt oder von dritten gehört, das die Beatmung bei einer Reanimation überflüssig sein soll? Grundsätzlich stimmt das so nicht! Aber wie ist es nun richtig?

 

Der Anspruch, einen Hilfsbedürftigen überhaupt zu helfen, muss sich deutlich erhöhen, denn nur 37% aller Bundesbürger leisten Erste Hilfe und das ist zu wenig. Pro Jahr erleiden ca. 50.000 Menschen einen Herzstillstand. Nach durchschnittlich 8 Minuten ist ein Rettungsmittel vor Ort und nach 3 - 5 Minuten ohne Sauerstoff wird das Gehirn dauerhaft geschädigt. Nur 10% der Betroffenen überleben.

 

Da im Vergleich eine Herzdruckmassage = HDM mit Beatmung qualitativ besser ist, als eine HDM ohne Beatmung, wird in den Erste-Hilfe Kursen auch weiterhin das richtige beatmen gelehrt und Teilnehmer darin unterwiesen werden. Unsere Anmerkung hierzu ist: Bedenken Sie bitte, das der Sauerstoff kein schädliches Gas ist - ganz im Gegenteil - er ist zum Leben notwendig! Durch geringe Änderungen oder Abweichungen der GRC-Leitlinien, möchte man mehr Laienhelfer darin ermutigen Erste Hilfe Maßnahmen zu beginnen, um die Überlebenschancen des Hilfsbedürftigen deutlich zu erhöhen.

 

Nur wer nichts macht und somit keine Erste Hilfe leistet - macht alles verkehrt und macht sich zudem auch strafbar.

 

 

 

PRÜFEN - RUFEN - 30:2 = ERSTHELFER (für alle - die mit der Ersten Hilfe vertraut sind)

PRÜFEN - RUFEN - 30:2 = ERSTHELFER in der ZWEIHELFERMETHODE (für alle - die mit der Ersten Hilfe vertraut sind)

PRÜFEN - RUFEN - DRÜCKEN = LAIENHELFER (für alle - die nicht mit der Ersten Hilfe vertraut sind)

 

 

 

Ein Auszug der letzten und somit aktuellen Reanimationsleitlinen der German Resuscitation Council = Deutscher Rat für Wiederbelebung aus 2015.

 

Basismaßnahmen zur Wiederbelebung

  • Ein Notfallzeuge, der darin geschult und dazu in der Lage ist, soll den Zustand des kollabierten Patienten zügig beurteilen, indem er feststellt, ob der Kollabierte nicht reagiert und nicht normal atmet und dann sofort den Rettungsdienst alarmiert.
     
  • Der Patient, der nicht reagiert und nicht normal atmet, hat einen Kreislaufstillstand und benötigt eine Herz-Lungen Wiederbelebung (CPR). Notfallzeugen und Leitstellendisponenten sollen bei jedem krampfenden Patienten an einen Kreislaufstillstand denken und sorgfältig klären, ob der Patient normal atmet.
     
  • Bei Patienten im Kreislaufstillstand sollen in jedem Fall Thoraxkompressionen durchgeführt werden. Notfallzeugen die dazu ausgebildet und in der Lage sind eine Atemspende durchzuführen, sollen Herzdruckmassage und Atemspende kombinieren. Da wir nicht davon überzeugt sind, dass eine Wiederbelebung allein durch Thoraxkompressionen einer Standardwiederbelebung gleichwertig ist, empfehlen wir weiterhin die bisher praktizierte Vorgehensweise.
     
  • Qualitativ hochwertige Wiederbelebung ist entscheidend für eine Verbesserung des Ergebnisses (Outcome). Die Thoraxkompressionen bei der Wiederbelebung sollen ausreichend tief sein (beim durchschnittlichen Erwachsenen ungefähr 5 cm jedoch nicht mehr als 6 cm) mit einer Kompressionsfrequenz von 100–120 pro Minute bei minimierten Unterbrechungen. Nach jeder Kompression muss der Brustkorb vollständig entlastet werden. Beatmet der Helfer, dann sollen die Atemspenden 1 Sekunde dauern und zu einer deutlich sichtbaren Hebung des Brustkorbs führen. Das Verhältnis von Herzdruckmassage zu Beatmung bleibt 30:2. Unterbrechen Sie die Thoraxkompressionen für die Beatmung nicht länger als 10 Sekunden.

 

Die nächste überarbeitete Version der Leitlinien kompakt wird im Jahr 2020 erscheinen.

Quelle: www.grc-org.de/wissenschaft/leitlinien | ISBN: 978-3-9814591-4-2

 


PDF - Download: GRC-Leitlinien-2015-Kompakt